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Begleitung von Mädchen und Frauen mit Lern- oder geistiger Behinderung, denen sexuelle Gewalt widerfahren ist

Veranstaltung von Wildwasser Wiesbaden in Wiesbaden

Mädchen und Frauen mit sogenannter geistiger Behinderung sind überdurchschnittlich häufig Überlebende von sexueller Gewalt. Sie sind stärker gefährdet, weil ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen von geringer Selbstbestimmung, hohem Unterstützungsbedarf und großer Abhängigkeit von Anderen (Eltern, gesetzlichen Betreuern, Pflegepersonen etc.) geprägt sind, und sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen mit geistiger Behinderung mehrheitlich durch bekannte/nahestehende Personen im sozialen/familiären Umfeld verübt wird. Die Möglichkeit sich Hilfe zu holen, gehört und verstanden zu werden ist für sie eine große Herausforderung. Hinzu kommt, dass es Bezugspersonen und Fachkräften oft schwer fällt, Verhalten und Aussagen Betroffener einzuschätzen und zu verstehen oder zu glauben.

Um Schutzräume zu Verfügung zu stellen und Unterstützung anbieten zu können, ist es hilfreich, wenn sich Bezugspersonen mit sexueller Gewalt, ihren Einstellungen/Haltungen zur Thematik und ihrer Wahrnehmung von „Behinderung“ auseinandergesetzt haben.

Daran anknüpfend werden Schwerpunkte des Seminars sein:

  • Wie zeigen sich Folgen und Belastungen widerfahrener sexueller Gewalt?
  • Was bedeutet in diesem Zusammenhang Unterstützung – welche Formen der Unterstützung und Begleitung sind möglich?
  • Welche Konsequenzen haben die Gefährdungsfaktoren für die Unterstützungsarbeit?

Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmenden für das Thema „Sexuelle Gewalt“ und die besondere Lebenssituation von Mädchen und Frauen mit Behinderung zu sensibilisieren und Sicherheit im Umgang mit Betroffenen zu bekommen.

Zielgruppe: professionelle Bezugspersonen, Mitarbeiterinnen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe und Förderschulen. 

Termin: 15.11.2013 9.00 - 16.30 Uhr

Referentin: Beate Biederbick

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Wildwasser Wiesbaden.