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Sexuelle Gewalt durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Institutionen

Aufbauseminar von Wildwasser Wiesbaden

Inhalte:
Nicht in meinem Team.....so denken viele verständlicherweise. Tatsächlich wird jedoch sexuelle Gewalt in Einrichtungen auch durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verübt.

Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe haben einen Schutzauftrag. Um diesem gerecht zu werden, ist es notwendig, Präventions- und Interventionskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Wir arbeiten präventiv.....Präventionskonzepte sollen verhindern, dass sexuelle Gewalt verübt werden kann. Prävention heißt in diesem Fall nicht in erster Linie die Installierung eines "Früherkennungssystems", sondern die Veränderung von Strukturen. Denn Rahmenbedingungen und Umgangsformen in Einrichtungen sind von Bedeutung, weil sie die Vorgehensweise von Tätern erschweren und möglicherweise verhindern können. Täter und Täterinnen suchen sich gezielt Einrichtungen, in denen die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass die von ihnen verübte sexuelle Gewalt entdeckt wird.

Der erste Fortbildungstag beinhaltet daher u.a. die Auseinandersetzung mit folgenden Fragestellungen:

  • Worin liegen institutionelle Gefährdungsrisiken?
  • Welche Strukturen helfen, sexueller Gewalt in Institutionen wirksam vorzubeugen?
  • Wie sollen Personalauswahlverfahren und Arbeitsverträge gestaltet sein?
  • Wie gehen Täter in Institutionen vor?
  • Wie kann grenzwahrender Umgang im pädagogischen Alltag gelebt werden?

Wir haben Interventionskonzepte.....Die Vermutung, dass sich ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin sexuell gewalttätig gegen Mädchen und Jungen verhält, löst eine Krise aus, die von Unsicherheit, Handlungsdruck, Ohnmachtsgefühlen, Hilflosigkeit usw. geprägt ist. Gleichzeitig muss schnell und kompetent gehandelt werden, um der Fürsorgepflicht gegenüber Kindern, MitarbeiterInnen und auch dem vermuteten Täter nachzukommen. Dies stellt eine große Herausforderung an die Einrichtungen dar, insbesondere an deren Leiter und Leiterinnen.Inhalte des zweiten Fortbildungstages werden u.a. sein:

  • Fakten, Dynamiken und Reaktionen bei sexueller Gewalt in Institutionen
  • Umgang mit einer Vermutung
  • Notfallplan
  • Krisenintervention und Stabilisierung
  • Auswirkungen auf die betroffenen und nicht betroffenen Kinder
  • Auswirkungen auf das Team
  • Auswirkungen auf die Einrichtung (pädagogische Konzepte, Außenwirkung, ...)
  • Umgang mit den Eltern

Die Problematik soll in dieser Fortbildung aus psychosozialer Perspektive beleuchtet werden.

Zielgruppe: Leitungskräfte aus Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen, Kindertagesstätten und Behindertenhilfe.

Termine: 06.10.2016 und 10.11.2016

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