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Mütter von Opfern sexueller Gewalt
Die meisten betroffenen Mütter wissen lange nichts von der sexualisierten Gewalt an ihren Kindern. Wenn sie es, oft von Anderen, erfahren, sind sie schockiert, können nicht glauben, dass ihren Kindern so etwas geschehen konnte. Sie haben das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben, empfinden Angst, Ekel, Zorn, Scham und entwickeln starke Schuldgefühle. Sie stürzen in eine tiefe Lebenskrise.
Viele Mütter müssen sich mit mehreren dieser belastenden Entwicklungen auseinander setzen. Sie entwickeln – ähnlich den betroffenen Kindern – posttraumatische Belastungsstörungen und bedürfen kompetenter Hilfe bei deren Bearbeitung, um – selbst gestärkt – ihren Kindern Schutz und Hilfe geben zu können.
Facetten dieser Krise sind:
1. Massive Schuldgefühle, weil sie nichts gemerkt, ihre Kinder nicht geschützt und so als Mutter versagt haben;
2. Versagensängste angesichts der Konsequenzen, die sie ziehen müssen, um ihre Kinder vor weiterer sexualisierter Gewalt zu schützen, mit Ängsten vor
- ökonomischem und/oder sozialem Statusverlust;
- Beziehungsverlusten oder
- ‚moralischer’ Verurteilung, Diffamierungen und Ausgrenzung.
3. Bei Inzest: Selbstwertprobleme, weil sie meinen, ihren ‚ehelichen Pflichten’ als Ehefrau, Partnerin, nicht ausreichend nachgekommen zu sein.
Viele Mütter müssen sich mit mehreren dieser belastenden Faktoren auseinander setzen. Sie entwickeln – ähnlich den betroffenen Kindern – posttraumatische Belastungsstörungen und bedürfen kompetenter Hilfe bei deren Bearbeitung, um – selbst gestärkt – ihren Kindern Schutz und Hilfe geben zu können.
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