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Resilienz
Paradigmenwechsel
Die besondere Bedeutung der Auseinandersetzung mit Resilienz für alle Humanwissenschaften liegt in der Erkenntnis, dass sich die wissenschaftliche „Denkrichtung“ und das damit verbundene Forschungsinteresse umkehrten. Die theoretische und empirische Aufmerksamkeit richtete sich nicht mehr überwiegend auf Entwicklungsdefizite oder -störungen bzw. Fehlanpassungen und deren Behebung. Sie nahm vielmehr die Stärken der Individuen, die positiven und gesunden Widerstandskräfte und deren Förderung in den Blick. Dieser Paradigmenwechsel bewirkte, dass zunehmend die „Möglichkeiten und Bedingungen einer ‚positiven Entwicklung’ – trotz erkannter Risiken und Belastungen“ (Zander 2008, S. 28) ins wissenschaftliche Blickfeld rückten.
Dieses veränderte wissenschaftliche Interesse am Phänomen der psychischen Wi-derstandsfähigkeit führte zu einem neuen Erkenntnisinteresse in Forschung und Praxis und damit auch „zu einer grundlegenden Richtungsänderung in der Fragestellung“. Die Fragen, die in den Mittelpunkt des Interesses rücken, lauten nun:
- Welche Faktoren können dazu beitragen, dass sich Kinder (oder Erwachse-ne) trotz widriger Lebensumstände, Belastungen und Risiken als ‚resilient’ erweisen?
- Wie kann diese Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gefördert und gestärkt werden?“ (Zander 2008, S. 29).
Beide Fragen verweisen direkt auf das Interesse an Prävention.
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