Sexuelle Gewalt

Auf diesen Seiten erhalten Sie Grundwissen zur Thematik der sexualisierten Gewalt gegen Mädchen und Jungen.

Das Wissen um den sexuellen Missbrauch ist die grundlegende Voraussetzung, um den Mädchen und Jungen Hilfe anbieten zu können und Sicherheit im Umgang mit diesem Problem zu erlangen. Es stärkt die eigenen Fähigkeiten und gibt emotionale Sicherheit im Umgang mit betroffenen Mädchen und Jungen.

Definition

„Sexuelle Gewalt“ eindeutig zu definieren, ist bisher noch nicht gelungen. Bis heute gibt es noch keine allgemeingültige Definition von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen.

Daten

Seit einigen Jahrzehnten existieren nun wissenschaftliche Untersuchungen zum Ausmaß sexueller Gewalt. Diese Angaben sind jedoch stets in Verbindung mit der jeweils zu Grunde liegenden Definition von sexueller Gewalt gegen Kinder, der Befragungsmethoden und der Stichprobenauswahl zu betrachten.

Folgen

Wie sich der sexuelle Missbrauch auf das Kind auswirkt ist abhängig von Alter und individuellem Entwicklungsstand des Kindes, vom Verhältnis zum Täter/zur Täterin, von der Intensität und Häufigkeit des Missbrauchs und schließlich auch davon, wie die Umwelt darauf reagiert, wenn sie von den sexuellen Übergriffen erfährt.

Opfer

Der sexuelle Missbrauch betrifft grundsätzlich Mädchen und Jungen aller Altersgruppen (vom Säuglingsalter bis ins frühe Erwachsenenalter) und aller sozialer Schichten, jeglicher kultureller sowie nationaler Herkunft sowie behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche.

Ursachen

Die Analyse der Ursachen ist die entscheidende Voraussetzung zur Erklärung der sexuellen Gewalt gegen Mädchen und Jungen.

Täter

"Wer sind die Täter? ist eine wichtige Frage. Eine, die uns alle angeht. Denn ohne Frage nach den Tätern können wir die Frage nach den Opfern und nach der Tat vergessen. Nur wenn wir die Frage nach den Tätern beantworten, werden wir langfristig Erfahrungen sammeln, warum ein Mensch zum sexuellen Missbrauchstäter wird und wie man die Tat verhindern kann." (Jäckel, 1994)

Mütter

Die meisten betroffenen Mütter wissen lange nichts von der sexualisierten Gewalt an ihren Kindern. Wenn sie es, oft von Anderen, erfahren, sind sie schockiert, können nicht glauben, dass ihren Kindern so etwas geschehen konnte. Sie haben das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben, empfinden Angst, Ekel, Zorn, Scham und entwickeln starke Schuldgefühle. Sie stürzen in eine tiefe Lebenskrise.

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