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Prävention auf verschiedenen Ebenen
In Forschung und Literatur wir beim sexuellen Missbrauch nach primärer, sekundärer und tertiärer Prävention unterschieden.
1. Primäre Prävention
Die primäre Prävention will flächendeckend im Vorfeld wirken, damit es gar nicht erst zu sexuellen Übergriffen kommt. Das oberste Ziel ist also das Verhindern von sexueller Gewalt.
2. Sekundäre Prävention
Die sekundäre Prävention ist der Intervention gleichzusetzen, da sie eine möglichst frühzeitige Aufdeckung und Beendigung von tatsächlich stattfindendem Missbrauch zum Ziel hat. Es geht hierbei sowohl um die Aufdeckung zurückliegender Missbrauchsfälle, als auch um die Aufdeckung, Benennung und Unterbindung von bestehenden, fortdauernden Missbrauchserlebnissen (=Intervention).
3. Tertiäre Prävention
Die tertiäre Prävention ist untrennbar mit dem Begriff der Rehabilitation verbunden; hier geht es um die Minderung von Folgeschäden. Ziel der tertiären Prävention ist die Aufarbeitung von erlebten Gewalterfahrungen.
Die genannten Präventionsformen lassen sich jedoch selten voneinander trennen, häufig gehen sie ineinander über. Wenn mit Kindern und Jugendlichen präventiv im Sinne der Primärprävention gearbeitet wird, muss stets der Aspekt der sekundären Prävention berücksichtigt werden, da es durch vorbeugende Präventionsbemühungen zur Aufdeckung eines Missbrauchs kommen kann. (vgl. Koch/Kruck 1998, S.32f, ebenso Koch/Kruck 2000)
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