8-12
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Heterogene Lerngruppe

"Trau dich!"

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) setzt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) seit 2012 die bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs für 8-12 jährige Kinder um. Die Initiative mit dem Namen "Trau dich!" läuft zunächst bis Ende 2022. Sie ist Teil der Strategie der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung.

Team und Leitung Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Referat 4-401, Prävention von sexuellem Missbrauch, Referatsleitung: Stefanie Amann
Zielgruppe Mädchen und Jungen; Lehrkräfte und pägagogische Fachkräfte an Schulen sowie Eltern und Erziehungsberechtigte
Gruppen / Klassengröße Bis zu 350 Kinder plus begleitendes Lehrpersonal pro Aufführung
Altersgruppe Schülerinnen und Schüler: 8 - 12 Jahre
Ort ausgewählte Städte und Landkreise in den kooperierenden Bundesländern, Aufführungen an zentralen Theaterhäusern
Bundesland Bisher Landeskooperationen mit Schleswig-Holstein, Sachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Berlin, Bremen. Lizenzvergaben der BZgA zur selbständigen, langfristigen, regelmäßigen Durchführung der Maßnahmen in Landesträgerschaft mit eigenem Theaterensemble bisher an Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern.
Schulform Grundschule und weiterführende Schule
Jahrgang 3-6

Bausteine des Projektes

  • "Trau dich!" eine interaktive, multimediale Theateraufführung in Kombination mit Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte an Schulen und Elternabenden. 
  • Online-Portal www.trau-dich.de als niedrigschwelliger Zugang mit telefonischer Information und Beratung. Subdomain für Eltern, Fachkräfte und öffentliche Stellen (www.multiplikatoren.trau-dich.de). 
  • Unterschiedliche Printmedien für alle Zielgruppen (auch zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht) zum Download und als Printversion online bestellbar.
  • Kooperation mit der Nummer gegen Kummer. Begleitendes Fachgremium, wissenschaftliche Evaluation und Qualitätssicherung.

Übergeordnetes Ziel

Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs

Für Kinder:

  • Information
  • Stärkung, Förderung von Selbstbewusstsein und Sprachfähigkeit
  • Sensibilisierung für Kinderrechte
  • Information über Beratungsangebote
  • Ermutigung, sich anzuvertrauen und Hilfe in Anspruch zu nehmen
  • Bekanntmachung des wohnortnahen Beratungs- und Hilfesystems

Für Eltern und Fachkräfte:

  • Informationen und Sensibilisierung zum Thema
  • Sensibilisierung für Kinderrechte
  • Unterstützung, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen und bei Vermutung auf Missbrauch adäquat reagieren zu können
  • Bekanntmachung des Hilfesystems, Vernetzung Schule und Hilfesystem
  • Impulse bieten  zur Implementierung von schulischen Präventions- bzw. Schutzkonzepten 

Für Öffentlichkeit:

  • Information
  • Sensibilisierung
  • Versachlichung der Thematik

Inhalte / Präventionsschwerpunkte

Primärprävention, Intervention

Methoden / didaktische Schwerpunkte / pädagogischer Ansatz:

  • Theaterpädagogik
  • Printmedien (auch theaterpädagogisches Material)
  • interaktives Online Angebot für Kinder
  • Webangebot für Eltern, Fachkräfte und öffentliche Stellen mit Informationen zur Initiative und zu Begleitmaterialen
  • Fortbildungen für schulische Fachkräfte
  • Elternabende
  • Vor- und Nachbereitung der Inhalte im Unterricht durch fortgebildete schulische Fachkräfte
  • Vernetzungstreffen zwischen Jugendamt, Schulamt und Fachstellen

Reflexion

Nachbereitung des Theaterbesuchs durch fortgebildete schulische Fachkräfte

Zeitlicher Umfang der Projektdurchführung in Schulen

Das Theaterstück dauert ca. 1 Stunde, ein Elternabend ca. 2 Stunden, eine Lehrerfortbildung ca. 6 Stunden.

Ablauf des Gesamtprojektes

Kooperationsvereinbarung BZgA und Bundesland, mehrere Planungstreffen zur Planung und Steuerung der Kooperation mit den zuständigen Ministerien (in der Regel Bildung- oder Sozialministerium) und für Lehrerbildung zuständigen Instituten des jeweiligen Bundeslandes, Einbezug landesweiter und regionaler Kooperationspartner (öffentliche Stellen, Fachstellen, etc.), Tourplanung, Auftaktveranstaltung mit Pressekonferenz (in der Regel Landeshauptstadt), Durchführung der Theateraufführungen, Fortbildungen i.d.R. durch lokale Fachberatungsstellen, Elternabende, Nachbereitung der Inhalte mit Kindern im Unterricht, Streuung der Printmaterialien in den Veranstaltungen. Kostenlose Bestellung der Materialien durch Öffentlichkeit möglich. 

Bitte beachten Sie: Lehrkräfte können das Projekt nicht direkt für ihre Schulen anfragen, da die Durchführung des Projektes über die Landeskooperation gesteuert wird. 

Zeitrahmen des Geamtprojektes

Vorbereitungsphase:

  • Planung Länderkooperation: Vorlauf ein halbes Jahr

Durchführungsphase:

  • Regionale Maßnahmen in den Bundesländern (jeweils zwei Theateraufführungen, Vor- und Nachbereitung in Schulklassen, Begleitveranstaltungen für Lehrkräfte und Eltern ca. 4 Wochen vor Theaterbesuch) in unterschiedlichen Städten, Landkreisen und Schulbezirken eines Bundeslandes über die Dauer von in der Regel mehreren Monaten bis zu zwei Jahren) 

Auswertungsphase:

  • Die Initiative wurde bereits zweimal durch eine umfassende Evaluation wissenschaftlich begleitet: Kinder, Eltern und Lehrkräfte wurden vor und nach den Maßnahmen befragt. Auf diese Weise konnten die formulierten Ziele im Verlauf der Initiative auf allen Ebenen überprüft und ihre Bausteine optimiert werden, um die Akzeptanz, die Effektivität und die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu gewährleisten.
  • Zusätzlich wurde eine die Effektmessung flankierende, qualitätssichernde Maßnahme zur Erhebung der Nachhaltigkeit der Initiative in Form von telefonischen Leifadeninterviews mit den kooperierenden Akteuren vor Ort durchgeführt.  

„Trau dich!“ Bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs

Projekt der Bundes- zentrale für gesundheit- liche Aufklärung (BZgA) und des Bundes- ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

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Qualität

Für die Inhalte und Qualität der Präventionsprojekte sind die jeweiligen Träger und Institutionen verantwortlich.

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl eines Projektes folgende Qualitätsstandards