3-6 Jahre
Kostenpflichtig
Mehrere Termine
Heterogene Lerngruppe

ReSi-Resilienz und Sicherheit

Im Rahmen des Projekts “ReSi-Resilienz und Sicherheit” wurde ein Konzept zur Prävention sexualisierter  Gewalt für Kindertageseinrichtungen entwickelt und evaluiert, das ein Kompetenzförderprogramm für Kinder im Alter von 3-6 Jahren und eine Weiterqualifizierung pädagogischer Fachkräfte umfasst. 

Das ReSi-Förderprogramm für Kinder basiert auf den Konzepten der Resilienz und Salutogenese und soll Kinder in ihren sozial-emotionalen, körperbezogenen und sprachlich-erzählerischen Kompetenzen stärken sowie altersangemessen Wissen und Handlungsstrategien in Bezug auf die Prävention sexualisierter Gewalt vermitteln. 

Team und Leitung Prof'in Dr. Simone Pfeffer, Prof'in Dr. Christina Storck, Julia Feldmann
Schulform Elementarbereich/ Kindertageseinrichtungen
Altersgruppe 3-6 Jahre
Aufführungsort bundesweit
Gruppe/Klassengröße Kindergartengruppen bis zu 25 Kindern
Zeitrahmen mehrere Tage/Wochen

Zeitrahmen/Umfang/Dauer Vorbereitungsphase:

Pädagogische Fachkräfte können sich das Programm anhand des Manuals selbst erarbeiten. Für interessierte Einrichtungen bieten wir auch Fortbildungen an. 

Zeitrahmen/Umfang/Dauer Durchführungsphase:

Die Programmeinheiten finden über mehrere Monate regelmäßig eingebunden in den Kindergartenalltag statt. 

Finanzierung/Kosten:

Das Programmmanual mit Begleitmaterial ist für 32,95€ im Buchhandel erhältlich: Pfeffer, S. & Storck, C. (2018). Resilienzförderung und Prävention sexualisierter Gewalt in Kitas. Das "ReSi"-Förderprogramm. Göttingen: Hogrefe. ISBN: 978-3-8017-2865-6.

Übergeordnetes Ziel:

Durch das ReSi-Förderprogramm sollen Kinder in ihren sozial-emotionalen, körperbezogenen und sprachlich-erzählerischen Kompetenzen gefördert sowie Schutzfaktoren zur Prävention sexualisierter Gewalt aufgebaut werden. Weiterhin zielt das Konzept darauf ab, Fachkräfte und andere Bezugspersonen für das Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren und sie in ihrem Schutzhandeln zu stärken.

Inhalte / Präventionsschwerpunkte:

Das ReSi-Kompetenzförderprogramm für Kinder basiert auf den Konzepten der Resilienz und Salutogenese und will Kinder in ihren Basiskompetenzen im sozial-emotionalen, körperbezogenen und sprachlich-erzählerischen Bereich stärken sowie altersangemessen Wissen und Handlungsstrategien in Bezug auf die Prävention sexualisierter Gewalt vermitteln. In einem Manual sind Spiele und Übungen zu den vier Themenbereichen Gefühle, Körper, Beziehungen und Erzählen zusammengestellt. Durch die Vertiefung des Bereichs Erzählen soll besonders Disclosure gefördert werden, d. h. dass Kinder sich anvertrauen und es schaffen von einem erfolgten oder versuchten Übergriff zu berichten, um so Schutz und Hilfe durch Erwachsene erfahren zu können. 

Ablauf des Projektes:

Das Kompetenzförderprogramm umfasst Übungen und Spiele, die sich den vier Themenbereichen Gefühle, Körper, Beziehungen und Erzählen zuordnen lassen und in den normalen Kindergartenalltag eingebunden werden können. Die Themenbereiche bauen aufeinander auf und werden nacheinander durchlaufen. 

Das Programm kann in altersgemischten Gruppen durchgeführt werden. Eine Wiederholung in jährlichen Zyklen ist vorgesehen, so dass sich die Kinder abhängig von ihrem Entwicklungsstand unterschiedlich in die Durchführung einbringen können. So können jüngere Kinder von Älteren unterstützt und sprachlich angeleitet werden oder am Modell lernen.

Methoden/ didaktische Schwerpunkte/ pädagogischer Ansatz:

In einem Praxismanual sind die Übungen und Spiele des Förderprogramms ausführlich beschrieben und Materialien zum Ausdrucken enthalten, z. B. Bildergeschichten, Gefühlekarten. Die Übungen knüpfen an praktische Erfahrungen der Kinder an und sind erlebensnah. Die zugehörigen Materialien umfassen Plüschpuppen der Identifikationsfiguren Resi und Ralf, Bildergeschichten, Gefühlekarten, einen Gefühlswürfel, Körperplakate, Körperteilkarten sowie Situationskarten zu Geheimnissen. 

Sonstiges:

Die Entwicklung und Evaluation des Programms wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Kinderprogramm wurde im Rahmen einer randomisierten Kontrollgruppenstudie erprobt und evaluiert. Hier zeigten sich positive Effekte des Programms auf die Interaktions- und Kommunikationskompetenzen, die körperbezogenen Kompetenzen und auf die Konfliktlösekompetenzen der teilnehmenden Kinder. Weiterhin wirkt das Programm positiv auf die Fähigkeit zur Selbstbehauptung und auf die Stressbewältigung. Zudem konnte Wissen über den Körper, Gefühle und Handlungsmöglichkeiten in schwierigen Situationen aufgebaut werden. 

Das Manual zum ReSi-Kinderprogramm wurde als Buch veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden. 

Veröffentlichungen: 

Pfeffer, S. & Storck, C. (2018).  Resilienzförderung und Prävention sexualisierter Gewalt in Kitas. Das „ReSi“-Förderprogramm. Göttingen: Hogrefe. ISBN: 978-3-8017-2865-6.

Feldmann, J., Storck, C. & Pfeffer, S. (2018). ReSi: Evaluation eines Programms zur Kompetenzförderung und Prävention sexuellen Missbrauchs im Kindergarten. In Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie (Band 67, Ausgabe 8) (S. 720–735). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG. https://doi.org/10.13109/prkk.2018.67.8.720

 

Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Die Entwicklung und Evaluation des Programms wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Projekt wurde umgesetzt durch Prof'in Dr. Simone Pfeffer und Prof'in Dr. Chistina Storck von der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.

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Qualität

Für die Inhalte und Qualität der Präventionsprojekte sind die jeweiligen Träger und Institutionen verantwortlich.

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl eines Projektes folgende Qualitätsstandards